Krankenkasse: Fussion?!- Was bedeutet das für den Versicherten
Die Fusionswelle der Gesetzlichen Krankenkassen in der Bundesrepublik Deutschland scheint immer schneller voran zuschreiten Seit Anfang Juli des laufenden Jahres haben mehr als 10 gesetzliche Krankenkassen Zusammenschlüsse für Anfang des kommenden Jahres angekündigt. Für die mindest 70 Millionen gesetzlich Versicherten hierzulande bedeutet diese Entwicklung zwar eine weit aus bessere Transparenz bei den entsprechenden Leistungen, sorgt jedoch auch auf der anderen Seite für viel Verunsicherung was die Konditionen in der entsprechenden Übergangszeit betrifft.
Denn: Die gesetzlichen Krankenkassen versäumen es im Normalfall, die Öffentlichkeit konkret über die Vorteile und Konsequenzen der anstehenden Fusion zu informieren. Stärke der entsprechenden Mitglieder und Verhandlungsmacht gegenüber einzelnen Gesundheitsdienstleistern sind die zwei der hauptsächlichen Themen, die immer wieder von den Krankenkassen betont werden, genau wie der wichtige Hinweis, dass keine Arbeitsplätze bei den Krankenkassen gefährdet sind.
“Wir bekommen immer mehr besorgte Anrufe und Anfragen von Verbrauchern, die in den Medien von angekündigten Fusionen erfahren und nicht genau wissen, was dies nun für sie bedeutet,“ teilte Oliver Wünsche, zuständiger Geschäftsführer des unabhängigen Leistungsvergleichs für Gesetzliche Krankenkassen, testamo.de (testamo.de) am heutigen Freitag mit. “Grundsätzlich hat eine Fusion von zwei Krankenkassen für Versicherte jedoch zunächst keine Auswirkungen, da sich sämtliche Tarife und Verträge für die verbleibende Laufzeit nicht grundlegend ändern”, so Wünsche weiter in einem Interview.
Rein rechtlich ist es so, dass die neu entstehenden gesetzlichen Krankenkassen sämtliche Rechte und Pflichten der alten Krankenkassen übernehmen müssen. Es entsteht zwar kein entsprechendes Sonderkündigungsrecht, wer aber bereits mindestens 18 Monate bei einer der fusionierenden Krankenkassen Mitglied war, kann jederzeit ganz normal mit zweimonatiger Frist kündigen, so der Vorsitzende weiter.
Allein in den letzten 12 Monaten sind 31 gesetzliche Krankenkassen durch eine entsprechende Fusionen verschwunden. In längerer Rückbetrachtung ist die Zahl der fusionierten Krankernkassen noch gravierender. Gab es am 1. Januar des Jahres 2006 noch 253 Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland, so ist die Zahl bis zum heutigen Tage auf gerade Mal 187 geschrumpft. Prominentestes Beispiel in der jüngsten Vergangenheit ist der Zusammenschluss der bekannten Krankenkasse IKK Direkt mit der Techniker Krankenkasse, die somit mit über mindestens 7 Millionen versicherten Bundesbürger zur größten gesetzlichen Krankenkasse Deutschlands wurde.
This entry was posted on Freitag, Juli 24th, 2009 at 16:25 and is filed under News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site. You can leave a response, or trackback from your own site.