Herzinfarkt: Schlafmangel für Frauen sehr risikoreich
Wer auf lange Sicht weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, fügt seinem Herzen großen Schaden zu. Diese Tatsache trifft jedoch nur auf die weiblichen Menschen unter uns zu. Die Gesundheit von männlichen Personen leidet dagegen kaum unter dem anhaltenden Schlafmangel.
Die Entwicklung von Herz- und Kreislaufkrankheiten, Herzinfarkt und Schlaganfall sind eng verbunden mit der Dauer des nächtlichen Schlafes. Diese Tatsache konnten bereits diverse Studien eindrucksvoll beweisen. Die erste groß angelegte Studie über die entsprechenden Zusammenhänge von Schlafdauer und Entzündungsmarkern im menschlichen Blut, die über das Herzrisiko eine direkte Aussage machen, führten jetzt Wissenschaftler der University Warwick und dem University College London durch. Die englischen Forscher analysierten die Daten von mindestens 4600 Männern und Frauen, die eine unterschiedliche Schlafdauer aufwiesen.
Das Ergebnis der aktuellen Studie: Vor allem weibliche Personen reagieren ziemlich empfindlich auf den anhaltenden Schlafmangel – und zwar bereits auf sehr geringen. Im aktuellen Test wiesen die weiblichen Personen, die acht Stunden schliefen, in ihrem Blut wesentlich weniger Marker für Herz- und Kreislauferkrankungen (auch Interleukin-6 genannt) auf als solche, die nur ungefähr sieben Stunden schliefen. Ein weiterer eindeutiger Marker, der etwas über die eventuelle kardiovaskuläre Morbidität aussagt (das hochempfindliche c-reaktive Protein), war deutlich erhöht bei weiblichen Testpersonen, die nur ungefähr fünf Stunden oder weniger pro Nacht schliefen.
Die zuständige Studienleiterin Michelle Miller fasst die Studie wie folgt zusammen: Die Ergebnisse zeigen den nicht linearen Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und Schlafdauer.“ Dabei hat kurzer Schlaf in der Nacht für Frauen und Männer ein vollkommen unterschiedliches Gefahrenpotenzial. Weitere Studien sollen die jetzt aufgedeckte Kausalität dieser Zusammenhänge klären.
This entry was posted on Donnerstag, Juli 2nd, 2009 at 14:09 and is filed under Forschung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site. You can leave a response, or trackback from your own site.