Ernährung der Mutter beeinflusst Genaktivität in der Plazenta
Männliche Föten haben schlechtere Chancen als weibliche
Weibliche Föten sind offensichtlich wesentlich besser vor Ernährungsfehlern der entsprechenden Mutter geschützt als männliche. Dies legt eine Untersuchung US-amerikanischer Wissenschaftler an Mäusen nahe.
Die Us-amerikanischen Forscher zeigten, dass in der sogenannten Plazenta abhängig von der Ernährung der entsprechenden Mutter und dem Geschlecht des Kindes jeweils andere Gene aktiviert werden. Ihre aktuelle Untersuchung helfe zu erklären, wie die Ernährung der entsprechenden Mutter die spätere Gesundheit des Kindes beeinflusst, schreiben die amerikanischen Wissenschaftler in den “Proceedings” der US-amerikanische- Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS, online vorab). Durch die Plazenta (auch Mutterkuchen genannt) an der Wand der Gebärmutter erfolgt der Stoffaustausch zwischen der Mutter und dem Fötus.
Aus vergangenen Untersuchungen ist bereits ausreichend bekannt, dass die entsprechende Krankengeschichte einer menschlichen Person zu Teilen bereits im Leib der Mutter geschrieben wird. So steigt das Risiko deutlich an, im späteren Erwachsenenalter zum Beispiel an Diabetes zu erkranken oder einen gefährlichen Schlaganfall zu erleiden, wenn sich die Mutter während der Schwangerschaft nicht ausgewogen ernährt hat, so die Forscher weiter.
Für den männlichen Nachwuchs ist dieses Risiko größer als bei weiblichen. Weitere Studien zeigen, dass bei einer sehr kalorienreichen Ernährung bevorzugt männliche Kinder geboren werden, bei einer kalorienarmen hingegen eher weibliche Kinder. Forscher vermuten, dass männlicher Nachwuchs häufiger bereits in der ganz frühen Schwangerschaft absterben, wenn die Ernährungslage der Mutter nicht optimal ist.
This entry was posted on Dienstag, März 9th, 2010 at 09:20 and is filed under Forschung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.