Brustkrebs: Warnung vor Arzneimittel-Wechselwirkung
Wegen eventueller gefährlicher Wechselwirkungen warnen etliche Experten davor, das Brustkrebs-Arzneimittel Tamoxifen zusammen mit dem Antidepressivum Paroxetin einzunehmen.
Das Risiko, an dem unter Umständen gefährlichen Brustkrebs zu sterben, könne sich deutlich erhöhen, teilten die zuständige Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) in einer aktuellen Stellungnahme mit. Die beiden Gesellschaften bezogen sich in erster Linie auf eine Studie aus dem Land Kanada, die im bekannten Fachblatt “British Medical Journal” jetzt offiziell veröffentlicht wurde. In der Bundesrepublik Deutschland wird das Medikament Paroxetin allerdings wesentlich seltener von den behandelnden Medizinern verschrieben als in Kanada, teilte eine AMK-Sprecherin mit.
In der aktuellen kanadischen Studie wurde jetzt ein Zusammenhang zwischen der entsprechenden Einnahme von Paroxetin und dem Versagen einer sogenannten Tamoxifen-Therapie bei weiblichen Probanden mit Brustkrebs festgestellt. Je länger die beiden Arzneimittel gemeinsam eingenommen wurden, desto höher war, den aktuellen Angaben zufolge, das Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Laut der offiziellen Studie kam es innerhalb von ziemlich genau fünf Jahren zu einem zusätzlichen Todesfall unter 20 Patientinnen mit Brustkrebs, wenn Paroxetin während 41 Prozent der Tamoxifen-Therapie von den Medizinern verschrieben wurde.
Die Experten empfehlen allen betroffenen Frauen, sich in naher Zukunft an den behandelnden Mediziner oder den Apotheker zu wenden. Es gelte in jedem einzelnen Fall, Risiko und Nutzen abzuwägen, so die Experten.
This entry was posted on Freitag, März 5th, 2010 at 10:05 and is filed under Featured, Forschung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.