Body-Mass-Index nicht ausschlaggebend für Herzkrankheiten

Posted on März 2nd, 2010. Written by informer.

0030BMI spiel den Wissenschaftlern zufolge keine Rolle bei Herzkrankheiten

Der Taillenumfang spielt offensichtlich eine wesentlich größere Rolle für die Gesundheit des Menschen als der bis zum heutigen Tage genutzte Body-Mass-Index (BMI). Das haben Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians- Universität (LMU) in der Stadt München in einer aktuellen Studie belegt. Der aktuellen Studie zufolge ist nicht die Menge, sondern vielmehr die Verteilung des Körperfetts für Krankheiten am Herz und andere Leiden entscheidend.

Bis zum heutigen tage zeigt die weit verbreitete BMI-Formel “Gewicht durch Körpergröße in Metern zum Quadrat”, wer als normal untergewichtig oder auch als fettleibig gilt. Doch für die Abschätzung von Krankheitsgefahren tauge die besagte Formel in der jetzigen Zeit nicht mehr, behaupten die Forscher in ihrem aktuellen Bericht. “Der BMI spielt keine Rolle für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen”, teilte der zuständige Studienleiter Harald Schneider einer aktuellen Mitteilung der Uni zufolge zufolge.

Anders als man es beim sogenannten Body-Mass-Index unterstelle, sei Fett auf keinen Fall gleich gleich Fett, betonte Schneider in einer aktuellen Stellungnahme. Es gebe “gutes Fett” an den menschlichen Hüften, Oberschenkeln und Gesäß, das den Wissenschaftlern zufolge das Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen erhöhe. Dieses Fett könne unter Umständen sogar schützen. Das “böse Fett” um den menschlichen Bauch könne im Gegensatz dazu schädliche Fettsäuren und andere Stoffe in den menschlichen Körper abgeben, die in erster Linie gefährliche Entzündungen hervorriefen.

Für ihre aktuelle Studie beobachteten die Wissenschaftler der Münchener Uni mindestens 11 000 Probanden bis maximal acht Jahre lang. Neben dem besagten Body-Mass-Index wurden noch andere Werte von den Forschern gemessen: Zum Beispiel das Verhältnis von Hüft- zu Taillenumfang und die Zahl die sich dann ergibt, wenn man den Taillenumfang durch die entsprechende Körpergröße teilt, kurz nennen ihn die Forscher WHtR genannt. “Je höher der WHtR, desto größer das Risiko”, beobachtete der zuständige Leiter Schneider und seine Kollegen mit Blick auf den gefährlichen Herzinfarkt und Schlaganfall. Das Verhältnis von Hüft- zu Taillenumfang habe diesbezüglich eine geringe und der Body-Mass-Index gar keine Aussagekraft gehabt, so der Wissenschaftler in seinem aktuellen Report.

Die aktuelle Studie wird im “Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism” (April des laufenden Jahres) veröffentlicht. Daran waren unter Anderem auch die Universitäten der deutschen Städten Greifswald, Dresden und Lübeck beteiligt.

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